immunologische Endometriumtest

Der immunologische Endometriumtest und Schwangerschaft

Wir wissen inzwischen, dass es neben der Qualität der Embryonen und der Gebärmutterschleimhaut noch viele andere Faktoren gibt, die für den Erfolg einer Kinderwunschbehandlung entscheidend sind. Innerhalb dieser Ursachen für den Misserfolg haben wir entdeckt, dass die Immunologie (die Reaktion des Körpers der Frau auf die Schwangerschaf) entscheidend für die Einnistung und die Entwicklung einer Schwangerschaft ist.

Das Immunsystem der Gebärmutterschleimhaut ist von zentraler Bedeutung für den Prozess der Einnistung des Embryos und die Entstehung einer Schwangerschaft. Bei einer Schwangerschaft ist ein Dialog zwischen dem Immunsystem der Mutter und dem Embryo unerlässlich. Diese molekulare Beziehung beeinflusst die Einnistung und damit den weiteren Verlauf der Schwangerschaft. Ein gestörtes Immunsystem kann zum Versagen der Einnistung und zu wiederholten Fehlgeburten führen.

Es gibt drei Diagnoseverfahren, mit denen wir Störungen dieser immunologischen Reaktion feststellen können. Diese ermöglichen die Entwicklung von Behandlungsmethoden für das Implantationsversagen und wiederholte Fehlgeburten. Es handelt sich hierbei um das endometriale Einnistungsfenster, endometriale Zell-Profile (NK-Zellen) und Tests zur Kompatibilität von Embryo und Mutter auf der Grundlage von HLA-C-Molekülen und KIR-Rezeptoren.

Für wen ist es geeignet?

Der immunologische Endometriumtest ist bei IVF-Behandlungen, Eizellspende, Embryonenspende und ROPA-Methode, bei denen der Embryotransfer durchgeführt wird, nützlich. Im Allgemeinen ist dieser Test in den folgenden Fällen angezeigt:

  • Implantationsmisserfolge bei früheren Behandlungen mit Embryotransfer von guter Qualität.
  • Wiederholte Fehlgeburten.
  • Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache.

Das Team des Vida Fertility Institutes wird Sie nach einer vollständigen Untersuchung Ihres Falles beraten, welche Tests notwendig sind um Probleme mit der Fruchtbarkeit zu erkennen. Der immunologische Befund kann durch den Test der endometrialen Empfänglichkeit ergänzt werden.

Wie läuft der immunologische Endometriumtest ab?

Die verschiedenen Tests können in einem einzigen Zyklus durchgeführt werden, beginnend mit der Vorbereitung des Endometriums der Patientin und einer Biopsie des Endometriumgewebes zu einem bestimmten Zeitpunkt im Zyklus.

Nach der Entnahme der Probe wird diese an das Molekular-Labor gesandt und die Ausprägung der Immunzellen des Endometriums untersucht. Mit dieser Untersuchung wird festgestellt, ob die Gebärmutterschleimhaut bereit ist, das Embryo aufzunehmen und eine korrekte Einnistung aus immunologischer Sicht zu gewährleisten.

Die angewandte Methode ist die so genannte Durchflusszytometrie, mit deren Hilfe wir den Zustand des Immun-Gleichgewichts des Patienten bestimmen und beurteilen können und ob zur Wiederherstellung dieses zellulären Gleichgewichts eine Immuntherapie erforderlich ist.