Eizellspende: Wie erfolgt die Auswahl der Eizellspenderin?

Eizellspenderin

Eizellspende oder die Fruchtbarkeitsbehandlung mit einer Eizellspende ermöglicht, Kinder zu bekommen, indem die Eizelle einer Spenderin und die Spermien des Paares bzw. die Spendersamen, je nach Fall, für eine In-vitro-Fertilisation verwendet werden. Das Verfahren ist relativ einfach und bequem für die Empfängerin, da eine Stimulation der Eierstöcke nicht erforderlich ist.

Der Erfolg dieser Behandlung ist jedoch nur mit Hilfe der Spenderinnen möglich. In unserer Klinik Vida Fertility Institute sind wir uns der Bedeutung der Spenderinnenauswahl sehr bewusst.

Da die Fragen zur Auswahl der Eizellspenderin in unserer Sprechstunde häufig gestellt werden, möchten wir erläutern, wie wir die Entscheidung treffen und nach welchen Kriterien wir die geeignetste Spenderin für jede Patientin finden.

Was sind die Voraussetzungen, um Eizellspenderin zu werden?

Zunächst ist es wichtig zu erwähnen, dass die Eizellspende in Spanien gesetzlich geregelt ist. Die Voraussetzungen für die Auswahl als Eizellspenderin sowie die Tests, die durchgeführt werden, bevor Spenderinnen in unser Eizellspendeprogramm aufgenommen werden, sind genau festgelegt.

  • Eizellspenderin müssen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein – unsere Spenderinnen sind sogar unter 32 Jahre alt.
  • Die Spenderinnen müssen nach entsprechenden Gesprächen und psychologischen Beurteilungen (die wir mit jeder Bewerberin durchführen) einen guten psychologischen Zustand aufweisen. So können wir Persönlichkeitsstörungen ausschließen und erfahren, ob die Spenderin emotional auf die Spende vorbereitet ist.
  • Müssen nach medizinischen und gynäkologischen Untersuchungen inkl. Ultraschall und Zytologie geeignet sein. Alle durchgeführten Bluttests, wie Serologien, Karyotypen und andere genetische Tests müssen einen negativen oder unaffälligen Befund aufweisen.
  • Die Spenderinnen müssen einen angemessenen Body-Mass-Index (BMI) haben, um die Sicherheit der Spenderin während der Behandlung (Medikamenteneinnahme, Eizellenpunktion) zu gewährleistet.
  • Dürfen keine genetischen Vorgeschichten bzw. keine anderen Erbkrankheiten (weder persönlich noch in der Familie) vorweisen.

Dies bedeutet, dass praktisch von allen Spenderinnenkandidatinnen nur 30 % angenommen werden, da wir ein sehr strenges und umfassendes Auswahlverfahren durchführen.

Hinzu kommen noch weitere rechtliche Aspekte:
  • Das spanische Gesetz legt fest, dass die Spende völlig anonym sind. Das bedeutet, dass weder die empfangende Frau noch die geborenen Kinder die Identität der Spenderin kennen dürfen, noch darf die Spenderin die Identität der empfangenden Frau oder des Kindes kennen.
  • Zudem darf die Spende keinen kommerziellen Charakter haben, da es sich um einen altruistischen Akt handelt. Aus diesem Grund, werden die Spenderinnen lediglich für die körperlichen Unannehmlichkeiten des Eingriffs und andere Reise- und Abwesenheitskosten, die durch die Behandlung entstehen können, entschädigt.

Was motiviert eine Frau, Eizellspenderin zu werden?

Die Beweggründe der Spenderinnen sind in der Regel sehr unterschiedlich:

Sie wollen anderen Menschen helfen, da viele von ihnen Blut-, Knochenmark- und Gewebespenderinnen sind (Spanien ist weltweit führend bei Blut- und Organspenden, die zu 100 % freiwillig und unentgeltlich erfolgen). Viele sind junge Mütter, die anderen Frauen helfen wollen, dank einer Eizellspendebehandlung Mutter zu werden. Viele weitere Frauen werden Spenderinnen, da sie auf Empfehlung von Freundinnen die bereits gespendet haben und eine positive Erfahrungen machen konnten auf uns zukommen.

Wichtig ist vor allem, dass sie sich ihrer Entscheidung bewusst sind und sie diese Erfahrungs so ausleben, dass sie so anderen Frauen helfen können.

Wie wählen wir Ihre Eizellspenderin aus?

In Spanien ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Auswahl der Spenderin von einem Spezialistenteam der Klinik vorgenommen wird. Bei Vida setzt sich unser Spenderauswahlteam aus Gynäkologen, Embryologen, Krankenschwestern/pflegern sowie einem Psychologenteam zusammen.

Sie alle nehmen am Auswahlverfahren teil, um die passende Spenderin zu finden, die nach den folgenden Kriterien am besten zu der jeweiligen Patientin passt:

  • Körperliche Ähnlichkeit: Rasse und Körperbau, Haut- und Augenfarbe, Haarstruktur und -farbe.
  • Immunologische Verträglichkeit: Blutgruppe und Rhesusfaktor.
  • Genetisches Screening: Wir führen bei allen unseren Spenderinnen einen genetischen Kompatibilitätstest durch, der uns hilft, das Risiko der Übertragung genetischer Krankheiten auf die Nachkommen zu bestimmen. Das bedeutet, dass Spenderinnen, die keinen normalen Karyotyp haben oder X-chromosomale Mutationen aufweisen (z. B. Fragiles X in Verbindung mit einer vererbten geistigen Behinderung), nicht akzeptiert werden.
  • Darüber hinaus empfehlen wir (bei Verfügung des Spermas des Partners) einen genetischen Kompatibilitätstest auf die gleiche Weise wie bei der Spenderin durchzuführen. Auf dieser Weise können wir das genetische Matching zwischen beiden durchführen und sicherstellen, dass das zukünftige Embryo frei von genetischen Mutationen ist, die für mehr als 600 Erbkrankheiten verantwortlich sind.

Nationales Register der Spenderinnen in Spanien

In Spanien gibt es eine Plattform, auf der alle Informationen über Reproduktionstechniken, die auf spanischem Staatsgebiet durchgeführt werden, registriert sind. Auf dieser Plattform registrieren wir auch alle Informationen über die Spenderinnen: die Anzahl der Spenden und deren Ergebnisse, da sie laut Gesetz eine bestimmte Anzahl von Spenden (höchstens 6) nicht überschreiten dürfen. Die Anonymität der Spenderinnen bleiben jederzeit gewahrt.

Nur weil eine Frau als Spenderin geeignet ist, bedeutet dies nicht, dass sie für immer Spenderin sein kann. Auf dieser Weise können wir den Prozess der Spenderzuweisung mit absoluter Sicherheit und Transparenz abwickeln und den Patientinnen, die Eizellen spenden, ein beruhigendes Gefühl geben.

Ihre Schwangerschaft durch eine Eizellspende

Bei Vida sind wir Experten für Behandlungen im Bereich der Reproduktionsmedizin – wie die Eizellspende. Wir unterscheiden uns durch den fachübergreifenden Ansatz, den wir bei jeder einzelnen Patientin anwenden. Die Personalisierung Ihrer Behandlung, macht sie einzigartig.

Die Eizellspendenbehandlung hat höhere Schwangerschaftsraten als andere Behandlungen. Die Schwangerschaftsrate bei Patientinnen, die gespendete Eizellen erhalten, liegt bei etwa 72 % beim ersten Versuch.

Ihr erster Besuch ist kostenlos!

Wenn Sie weitere Fragen haben oder direkt mit einem Fertilitäts-Experten sprechen möchten: Ihr erster Besuch ist kostenlos.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich und wir begleiten Sie gerne.

Verwandte Artikel: