Embryotransfer: Wie funktioniert das Ganze?

IVF

Der Embryotransfer ist der letzte Schritt einer künstlichen Befruchtung, bei dem die Embryonen im Labor erzeugt werden. Dieser Eingriff kann für die Patientinnen belastend sein, aber auch eine Erleichterung darstellen, da der Embryo schließlich in der Gebärmutter eingesetzt wird und auf die Einnistung wartet.

Hier erklären wir Ihnen alles, was Sie über den Embryotransfer wissen müssen.

Embryotransfer: An welchem Entwicklungstag?

Bei einer IVF-Behandlung oder Eizellspende werden die gewonnenen Eizellen im Labor befruchtet und unter Beobachtung gestellt. Die Aufgabe der Biologen besteht darin, jeden Tag den Verlauf der Befruchtung und der Embryonalentwicklung zu überprüfen.

Mittlerweile gibt es im Labor Techniken, die eine verlängerte Embryokultur ermöglichen: Das bedeutet, dass der Embryo nicht der Gefahr ausgesetzt ist, durch die äußere Umgebung geschädigt zu werden, und sich unter optimalen Bedingungen entwickeln kann. Bei Vida Fertility wird alles unternommen, um die natürliche Umgebung der Gebärmutter zu imitieren, damit die Embryonen im Labor bestmöglich überleben können.

Aus diesem Grund empfehlen wir immer einen Transfer am 5. Tag der Entwicklung, wenn die Embryonen das Blastozystenstadium erreicht haben.

Diese verlängerte Kultur hat mehrere Vorteile:
  • Der Embryotransfer am 5. Tag ermöglicht eine bessere Auswahl der Embryonen, da sich nur aus den qualitativ besten Embryonen eine Blastozyste bilden kann.
  • Eine längere Kultur ermöglicht auch die Überprüfung des männlichen Faktors. Denn ab Tag 3 kommt die Qualität der Spermien für die Entstehung eines Embryos ins Spiel.
  • Die Blastozystenkultur ermöglicht die Vitrifizierung der Embryonen ohne das Risiko eines Verlustes während der Devitrifizierung, da 98 % der Embryonen in Tag 5 ihre Weiterentwicklung für den späteren Transfer fortsetzen.

Ein Transfer in Tag 3 kann jedoch unter Umständen sinnvoll sein, wenn die Patientin nur einen einzigen Embryo in der Entwicklung hat.

Welche Vorbereitungen sind für einen Embryotransfer erforderlich?

Der Embryotransfer ist ein sehr einfaches Verfahren und erfordert keine besondere Vorbereitung.

Je nachdem, ob der Arzt eine vaginale oder abdominale Ultraschalluntersuchung bevorzugt, wird die Patientin gebeten, mit voller Blase zu erscheinen.

Wichtig ist auch, dass an diesem Tag keine gerinnungshemmenden Medikamente (Aspirin oder Heparin) eingenommen werden, sondern erst wieder am nächsten Tag.

Embryotransfer: ein sehr einfaches Verfahren

Der Embryotransfer ist an sich ein sehr einfaches Verfahren: Er erfordert keine Anästhesie, ist schmerzlos und dauert nur 15-20 Minuten.

Das geschieht während des Transfers:
  1. Der Arzt führt ein Spekulum ein und reinigt den Gebärmutterhals.
  2. Anschließend führt die Ärztin bzw. Arzt einen sehr feinen Katheter in den hinteren Teil der Gebärmutter ein.
  3. Der Embryo wird im Labor vorbereitet und dann durch diesen Katheter in den Gebärmutterhals eingeführt. Es gibt für den Embryo keine Barriere.
  4. Der Biologe überprüft dann, ob der Embryo im Katheter geblieben ist.

Welche Komplikationen können bei einem Embryotransfer auftreten?

Komplikationen sind sehr selten und können folgende sein:
  • Schwierigkeiten, den Gebärmutterhals zu erreichen: Dies kann z. B. bei Anomalien des Gebärmutterhalses oder bei früheren Kaiserschnitten der Fall sein. In diesem Fall kann der Arzt einen weicheren Katheter oder einen gewölbten Katheter verwenden, um den Gebärmutterhals zu erreichen.
  • Schmerzen bei der Patientin: Diese können bei Vaginismus oder einem sehr unzugänglichen Gebärmutterhals auftreten. Für diese Patienten empfehlen wir, den Embryotransfer unter Narkose durchzuführen.
  • Wenn die Biologin / der Biologe den Embryo nach dem Transfer im Katheter vorfindet, muss der Eingriff wiederholt werden.

Ratschläge nach einem Embryotransfer

Unmittelbar nach dem Embryotransfer wird die Patientin in einen Ruheraum gebracht (30-40 Minuten), danach kann sie aufstehen und ihr normales Leben wieder aufnehmen.

Die Empfehlungen während der 10-tägigen Wartezeit vor dem Schwangerschaftstest sind folgende
  • Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten und Stress.
  • Ernähren Sie sich gesund.
  • Trinken Sie viel Wasser (mindestens 1 Liter pro Tag).
  • Vermeiden Sie Geschlechtsverkehr.
  • Vermeiden Sie Bäder und abrupte Temperaturschwankungen.

Das medizinische Personal wird Ihnen alle Anweisungen für den jeweiligen Fall geben und Ihnen mitteilen, wie Sie nach der Transfer behandelt werden.

Wir bei Vida Fertility wissen, dass der Embryotransfer für unsere Patienten ein ganz besonderer Moment ist: das Ende einer Behandlungsphase und der Beginn einer neuen, hoffnungsvollen Phase. Unser Personal wird Ihnen alle Informationen und Anweisungen geben, die Sie für den Tag des Embryotransfers benötigen.

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